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Projekte

Neben meinen vielfältigen Konzertreisen engagiere ich mich immer wieder auch in eigenen Projekten, darüber hinaus verbindet mich mit manchen Kollegen eine regelmäßige Zusammenarbeit. Einige dieser Projekte möchte ich hier zusammenfassen und vorstellen, bei Interesse können diese zudem auch gern für Ihren Veranstaltungsort angefragt werden.

Altobrazzo

Diese Wortschöpfung steht für eine Vereinigung meiner Altstimme mit Bratschen, ein ausgesprochenes Altschlüsselprojekt also. Gemeinsam mit den Instrumentalisten Anne Schumann und Klaus Voigt (beide Viola da braccio), Katharina Holzhey (Viola da gamba) und Sebastian Knebel (Orgel) als Stammbesetzung widmen sich die Programme von Altobrazzo barocker Musik „aus der Mitte“ – denn der Altschlüssel umschließt ja wie kein anderer ganz wörtlich die Mitte einer Notenzeile.
Komponisten wie Johann Rosenmüller, Rupert Ignaz Mayr, Christian Geist, Augustin Pfleger und andere inspirierte dieser warme, dunkle Klang zu wahren und selten zu hörenden Schmuckstücken der barocken Sololiteratur.

Opella Musica

Foto: UIrike Kase

Das Vokalensemble Opella Musica debütierte 2011 mit einer CD-Produktion zu Ehren des Komponisten Johannes Eccard. Die Mitglieder zeichnen sich durch eine rege nationale und internationale Solistentätigkeit aus. Beides zusammen, Ensemblefähigkeit und solistisches Können, birgt die musikalische Grundkonzeption der Werkinterpretationen. Der Name des Ensembles entlehnt sich zweier Vokalwerksammlungen des Komponisten Johann Herrmann Schein. Opella steht für „kleine Mühe“ und bezieht sich auf die Intention des Ensembles: die Aufführung großartiger Barockmusik in kleinster und damit transparenter Besetzung. Die zuletzt vorgelegte Einspielung von Kantaten Johann Kuhnaus markiert den Beginn einer intensiven Beschäftigung mit diesem Komponisten, bis zum 300. Todestag Kuhnaus im Jahr 2022 sollen sämtliche erhaltenen Vokalwerke erstmals auf CD eingespielt werden.
Opella Musica musiziert unter der Leitung von Gregor Meyer.

Johann Kuhnau

So verwunderlich es ist, daß sich bisher noch niemand ausführlich dem Vokalwerk dieses auch für die Stadtgeschichte meiner Wahlheimat Leipzig bedeutenden Komponisten gewidmet hat, so beglückt bin ich auch, daß ich selbst diesen Fakt nun zu ändern mithelfen kann.
Bis zu seinem 300. Todestag im Jahr 2022 werde ich als Herausgeber beim Leipziger Pfefferkorn Musikverlag sein gesamtes erhaltenes Kantatenwerk erstmals vollständig in wissenschaftlich-kritischen Editionen veröffentlichen. Die ersten Ausgaben sind 2014 erschienen und im Fachhandel erhältlich. Begleitend dazu wird beim Label cpo die Einspielung der Werke erfolgen, hier ergibt sich nun die Synergie mit dem Projekt Opella Musica unter seinem Leiter Gregor Meyer, der für diese Aufnahmen verantwortlich zeichnet. Auch hier liegt Vol. 1 bereits vor und erhielt ausnahmslos positives Echo.
Im Frühjahr 2015 wurde ich zudem gemeinsam mit Gregor Meyer für das halbjährlich erscheinende Bach Magazin zum Kuhnau-Projekt befragt. Das Gespräch mit der Chefredakteurin Christiane Schwerdtfeger darf ich hier dankenswerterweise zum Nachlesen anbieten:

"Den Kuchen ganz aufessen" - Bach-Magazin 1-2015

Weiterhin widmete sich die renommierte Reihe Abendmusiken in der Predigerkirche in Basel im Dezember 2015 unter der Leitung von Jörg Andreas Bötticher Johann Kuhnaus Musik, unter anderem mit zwei bereits beim Pfefferkorn Musikverlag erschienenen Werken. Für das Programmheft des Abends verfaßte ich den Begleittext, in dem ich versucht habe, ausführlich auf die besondere Funktion Kuhnaus in der Musikgeschichte sowie seine meisterhaft texbezogene Kompositionsweise einzugehen. Dieses Programmheft ist ebenfalls online einseh- und nachlesbar:

Abendmusiken in der Predigerkirche Basel - Programmheft 12/2015: Johann Kuhnau

Entdecken Sie also gemeinsam mit mir Johann Kuhnau, seine Musik ist es wert!

Soli Deo Gloria

Der Name ist Auftrag und Programm zugleich. Ausgehend von der Tatsache, daß Johann Sebastian Bach und viele seiner Zeitgenossen die Worte Soli Deo Gloria (Allein Gott die Ehre) als Signatur unter ihre Kompositionen schrieben, steht dieses Motto über allem Singen und Spielen des Ensembles. Ein Hauptanliegen ist dabei, den Beruf des Musikers auch als Berufung und das Musizieren als Gottes-Dienst zu verstehen, womit die Aussage geistlicher Musik einer persönlichen Überzeugung entspringt und so zur lebendigen Botschaft wird.
Die Mitglieder des Ensembles verbinden christliche Überzeugung mit professionellem Musizieren: alle sind sie ausgewiesene Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und der historischen Aufführungspraxis. Den Stamm der nach Bedarf erweiterbaren Besetzung bilden Uta Büchner (Violoncello), Mathias Kiesling (Traversflöte), Erik Sieglerschmidt (Violine) und ich selbst am Alt. Das aktuellste Programm „Bekenntnisse“ vereint Kantaten und Instrumentalmusik von Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach.

Eigene Programme

Neben diesen Projekten verwirkliche ich immer wieder auch eigene Programmideen, stellvertretend seien hier einige bereits mehrfach erfolgreich erprobte aufgelistet, die ich gern auch bei Ihnen zur Aufführung bringe. Bei Interesse freue ich mich über eine Nachricht.

Händel all’Italiana
Händels italienische Einflüsse – mit Musik von Georg Friedrich Händel, Reinhard Keiser, Antonio Lotti, Domenico Scarlatti und Giovanni Bononcini
Alt und Basso continuo

Orpheus Britannicus
An Evening with Henry Purcell – Pasticcio mit Musik aus The Fairy Queen, Dioclesian u.a.
Alt, 4 Streichinstrumente und Basso continuo

Stabat Mater
Die Stabat Mater – Vertonungen von Alessandro Scarlatti und Giovanni Batista Pergolesi
Sopran, Alt, 3 Streichinstrumente und Basso continuo

Ein Kind ist uns zu Nutz gebor’n
Weihnachtliche Lieder von Johann Wolfgang Franck und Kantaten von Buxtehude, Brossard und Bassani
Alt und Basso continuo

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